Prostatakrebs – was tun?

Informationsveranstaltung von Dr. Karl-Heinz von Kellenbach
Chefarzt im Zentrum für Urologie und Andrologie

Wann?
28. Oktober 2010, 17.00 bis 19 Uhr

Wo?
Roncalli Haus Wiesbaden · Friedrichstrasse 26-28 · 65185 Wiesbaden
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--- Der Eintritt ist frei ---



Programm:
Das moderne MRT der Prostata und die Spektroskopie
Referent: Dr. B. Romaneehsen
17.15 bis 17.45 Uhr

Die Elastographie in der Prostatakrebsdiagnostik
Referent: Dr. K.-H. von Kellenbach
17.45 bis 18.00 Uhr

Robotic- HIFU und die Fokaltherapie Zerstörung des Krebsherdes und Organerhaltung
Referent: OA T. Graschberger
18.00 bis 18.30 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren,
Das Prostatakarzinom ist der häufigste bösartige Tumor des Mannes in der westlichen Welt. Da der Tumor nur in frühen Stadien geheilt werden kann und hier meist keine Beschwerden verursacht, kommt der Früherkennung eine entscheidende Bedeutung zu.

Hierzu gehören in der Frühdiagnostik die mit der transrektalen Sonographie kombinierte Elastographie und die MRT (Magnetresonanz-Tomographie) ein- schließlich der Endorectalspule und die Spektroskopie.

Im Idealfall erfolgt die Früherkennung des Karzinoms in der Prostata so, dass der Herd in der Prostata lokalisiert werden kann. Nur in einem solchen Stadium kann es gelingen, den Krebsherd zu zerstören und das Organ Prostata zu erhalten, eine sogenannte Fokaltherapie durchzuführen.

Als geeignetes Verfahren zur Fokaltherapie erscheint vor allen anderen Maßnahmen als schonendste Be- handlung die HIFU-Therapie geeignet, das Karzinom durch Überhitzung zu zerstören (Hochfokussierter Ultraschall). Hierdurch könnten wesentlich aggresivere Maßnahmen wie radikale Operation – offen oder robotergesteuert- oder Bestrahlung (von außen oder in die Prostata eingebrachtes radioaktives Material) vermieden werden.

Die neuen, hochmodernen Diagnosemaßnahmen und die Möglichkeit für eine die Prostata erhaltende, schonende Zerstörung des Krebsherdes werden dargestellt.

Ultraschall-gestützte Echtzeit-Elastographie
Die Ultraschall-gestützte Elastographie ist ein innova- tives bildgebendes Verfahren, welches die Elastizität von Gewebe misst und je nach Dehnungsgrad verschie- den farbig darstellt. Dies ermöglicht dem erfahrenen Arzt eine gezieltere Entnahme von Gewebeproben zur Abklärung eines Prostatakarzinoms. Die Trefferquote der Elastographie liegt aktuellen Studien zu Folge mehr als doppelt so hoch gegenüber der alleinigen Sonographie.

Hochauflösende MRT der Prostata mit in den Enddarm eingeführter Verstärkungsspule(Endo-MRT).
Die Magnetresonanztomographie (MRT) ist das genaueste Bildgebungsverfahren, insbesondere in der Diagnostik von Weichteilgeweben. Die
Magnetresonanz-Spektroskopie, wie alle anderen Bildgebenden Verfahren, kann aber das Vorliegen eines Prostatakarzinoms nicht beweisen. Der histo- logische Nachweis durch Prostatabiopsie bleibt weiterhin unbedingte Voraussetzung für die Tumorbehandlung.

Fokaltherapie des Prostatakarzinoms
Wenn wir heutzutage Prostatakrebs kurativ behan- deln, wird die Prostata komplett zerstört bzw. ent- fernt. In einigen Fällen , wenn durch Biopsien nach- gewiesen wurde, dass kein weiterer Krebsherd vor- liegt, sollte man aber Behandlungen wie HIFU (hochkokussierten Ultraschall) bevorzugen, die es ermöglichen, nur den Krebsherd zu behandeln und das restliche Drüsengewebe auszusparen.

Je früher der Krebs erkannt wird, um so eher kann er dieser schonenden Behandlungsform zugeführt werden. Durch diese vergleichsweise sanfte Therapie sollte daher die Konsequenz eines diagnostizierten Prostatakarzinoms in der Therapie ihren Schrecken für den Patienten verlieren. Geschätzt könnten z.Zt. etwa 20 % aller lokal begrenzter Karzinome so behandelt werden. Frühdiagnostik lohnt sich also!

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Dr. Karl-Heinz von Kellenbach

 

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