Akupunktur

Akupunktur (Latein.: Nadel u. Stechen) ist ein Teilgebiet der traditionellen chinesischen Medizin (TCM). Dabei werden in die so genannten Akupunkturpunkte Nadeln gestochen.
Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung der Akupunktur stammt aus dem zweiten Jahrhundert vor Christus. Die Akupunktur basiert auf der Lehre von Yin und Yang, welche später durch die Fünf-Elemente-Lehre und der Lehre von den Meridianen ergänzt wurde.

Sie verwendet drei Verfahren:
- Einstechen von Nadeln in die Akupunkturpunkte
- Erwärmen der Punkte (Moxibustion)
- Massage der Punkte (Akupressur)

In der Akupunktur werden rund 400 Akupunkturpunkte maßgeblich benutzt, die auf den so genannten Meridianen angeordnet sind. Zur Vereinfachung wurde das heute gängige Modell von zwölf Hauptmeridianen, die jeweils spiegelbildlich auf beiden Körperseiten paarig angelegt sind, eingeführt.

Laut dem Glauben vieler Vertreter der traditionellen chinesischen Medizin wird durch das Einstechen der Nadeln der Fluss des Qi (Lebensenergie) beeinflusst. Der aus der Astronomie entlehnte westliche Begriff „Meridian“ trifft eigentlich nicht die ursprüngliche Bedeutung der chinesischen Bezeichnung. Es handelte sich nicht um projizierte Linien auf der Oberfläche des Körpers, sondern um ein System von Kanälen (qing) und Trakten (luo), durch die das Qi pulsiert.
Besonders in alten Texten ist dieses Qi zudem oft mit Blut (xue) vergesellschaftet (xueqi), wasdazu führte, dass Europäer früher die „Meridiane“ als Blutgefäße missverstanden. Die Zahl der Therapiepunkte nahm im Laufe der Entwicklung der chinesischen Medizin zu. Die Lage der Punkte war nicht immer stabil. Manche werden nur zum Nadeln (Akupunktur) genutzt, andere nur zum Brennen (Moxibustion). Ein Großteil dient je nach Indikation beiden Therapieverfahren.

Die Akupunktur gehört nach diesem Verständnis zu den Umsteuerungs- und Regulationstherapien. Die Weltgesundheitsorganisation veröffentlichte 2003 eine Indikationsliste für Akupunktur.

Als anerkannte Indikation für eine Akupunkturbehandlung gelten auch chronische Schmerzen, wenn kein körperlicher Befund vorliegt, und Schwangerschaftsbeschwerden.

Urologische und nephrologische Erkrankungen:

- Bettnässen
- Ggf. Chronische Entzündungen: Blase, Prostata
- Harninkontinenz
- Impotenz
- Reizblase
- Schmerzen durch Nieren- / Harnleitersteine

Zoom (273KB)

Quellenverweis: Wikipedia u.a.

 

Logo Asklepios
www.histoscanning.com [Mehr]


 
top